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Rückblick Tagung 2015

Glück & Glamour wofür bezahlen wir?

21. offene Frauentagung
30. Mai 2015 Grossratssal, Aarau

Es diskutierten Dr. Eva Herzog (Regierungsrätin BS, Vorsteherin Finanzdepartement) Marianne Wildi (CEO Hypothekarbank Lenzburg) Schwester Benedikta (Eremitin aus der Verenaschlucht) Moderation: Andrea Vetsch (10 vor 10).

An der 21. offenen Frauentagung kamen drei sehr unterschiedliche Frauen zum Thema Frauen und Finanzen zu Wort: Dr. Eva Herzog ist Vorsteherin des Finanzdepartements des Kantons Basel-Stadt, Marianne Wildi ist CEO der Hypothekarbank Lenzburg und Schwester Benedikta ist Eremitin aus der Verenaschlucht.

Der Titel des Impulsreferats von Dr. Eva Herzog lautete «Zahlen machen Spass!». Sie erklärte, wie sie als promovierte Historikerin Fuss im Finanzdepartement fasste. «Ich war eine Zumutung für viele Männer», meinte sie über ihre Wahl in den Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt. Mittlerweile habe sie sich etabliert und seit sie im Amt sei, schreibe der Kanton schwarze Zahlen. Die Geschlechterdebatte habe zwei Seiten: Einerseits seien Männer oft zu wenig pragmatisch und müssen sich aufspielen, was viel Zeit und Energie koste und der Sache nicht dienlich sei. Andererseits erstaune es sie, wie viele gut ausgebildete Frauen sich mit der Rolle als Hausfrau und Mutter zufrieden geben.

In der darauffolgenden Podiumsdiskussion in der Moderatorin, Andrea Vetsch, die drei Frauen auf ihren Umgang mit Geld ansprach, stellte sich schnell heraus, dass alle drei Frauen - so unterschiedlich ihr Werdegang und ihre heutige Tätigkeit auch sein mögen - in ihrer Arbeit aufgehen und glücklich sind. Marianne Wildi, Chefin der Hypothekarbank Lenzburg wünscht sich mehr Mut von den Frauen. Sie seien oft überqualifiziert und bewerben sich erst wenn sie 100% sicher sind - Männer hingegen würden gerne behaupten, sie seien perfekt qualifiziert. Schwester Benedikta ging einen ganz anderen Weg, äussert sich bescheiden und weist auch auf Momente hin, in denen sie gelitten habe udn Zweifel hatte, dass dies der richtige Weg sei. Als Schlusswort meinte Eva Herzog klar, die Türen, die sich einem öffnen, müsse man aufstossen und eintreten, denn «sich nicht getrauen ist schlimmer als zu scheitern!»

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